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Mit unserer Videoserie begleiten wir die Vielfalt genossenschaftlichen Wirkens in Oberbayern. Diesmal besuchte unser Vorstand Michael Dandorfer die OGM-Studios eG, Bayerns erste Tonstudio-Genossenschaft.
Sechs unabhängige Musiker und Tontechniker bilden hier in München, am zentral gelegenen Heimeranplatz, ein starkes Netzwerk: Gemeinsam werden im OGM-LOFT professionelle Audioproduktionen und Workspaces effizient gebündelt. Ob Songs aufgenommen, Podcasts produziert werden oder die Musik den letzten Schliff im Mastering erhält – Tonstudio und Musikproduktion stehen für transparenten, dynamischen und ehrlichen Sound.
Der 320 Quadratmeter große Kreativkomplex mit seiner hellen und einladenden Atmosphäre vereint Musikproduktion, Audio, Podcast, Voiceover und Medienproduktion unter einem gemeinsamen Dach. Entstanden ist die Genossenschaft aus dem Wunsch heraus, kreative Arbeit nicht allein, sondern gemeinschaftlich aufzubauen.
Im Interview spricht Alex Hartl über kollektive Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und darüber, warum gerade in der Kreativbranche gemeinschaftliche Strukturen neue Möglichkeiten schaffen.
Was machen die OGM-Studios konkret?
Die OGM-Studios sind ein Zusammenschluss dreier Firmen im Bereich Musik, Audio und Medienproduktion. Wir decken eigentlich alles ab, was mit Audio zu tun hat: Musikproduktion, Sprachaufnahmen, Podcast, Trailer, Filmton, Synchron, Voiceover und inzwischen auch Videoproduktion – im Grunde alles, was das Audio- und Musikherz braucht.
Wie entstand die Idee, die OGM-Studios als Genossenschaft aufzubauen?
Die Idee kam damals auf, als unsere alte Studiofläche gekündigt wurde und wir uns neu orientieren mussten. Gleichzeitig ging es den anderen Firmen ähnlich. Dadurch entstand relativ schnell der Gedanke, die neue Fläche gemeinsam zu nutzen und aufzubauen. Uns war es dabei wichtig, eine Struktur zu schaffen, die fair funktioniert und auf Augenhöhe stattfindet. Demokratie und Gleichberechtigung waren für uns zentrale Werte. Deshalb hat sich die Genossenschaft für uns einfach nach der richtigen Form angefühlt.
Was hat dich persönlich an diesem genossenschaftlichen Weg gereizt?
Mich hat vor allem die kollektive Zusammenarbeit gereizt. Als Einzelunternehmer arbeitet man oft sehr isoliert. Ich bin aber ein großer Freund von Netzwerken und gemeinschaftlichem Arbeiten. Die Möglichkeit, nicht nur allein Projekte umzusetzen, sondern gemeinsam etwas aufzubauen und voneinander zu profitieren, war für mich extrem spannend.
Wie zeigt sich der Genossenschaftsgedanke bei euch konkret im Alltag?
Der zeigt sich eigentlich jeden Tag. Wir treffen Entscheidungen gemeinsam – egal, ob es um technische Anschaffungen, Erweiterungen oder organisatorische Themen geht. Vor allem unterstützen wir uns gegenseitig permanent im Arbeitsalltag. Man hilft sich bei Projekten, vermittelt Aufträge weiter oder bringt die eigene Expertise mit ein. Dieses Miteinander ist ein ganz zentraler Bestandteil unseres Alltags.
Welche Vorteile bietet so ein Modell gerade für Kreative?
Gerade in der Kreativ- und Musikbranche ist das ein riesiger Vorteil. Viele Produktionen brauchen große Flächen oder spezielle Räume, die man alleine oft kaum stemmen kann. Durch den Zusammenschluss entstehen Möglichkeiten, die man als Einzelperson wahrscheinlich gar nicht hätte. Unsere Aufnahmeräume oder Produktionsflächen wären alleine deutlich schwerer realisierbar gewesen.
Welche Rolle spielen Vertrauen und Miteinander in eurer Arbeit?
Vertrauen, Rücksichtnahme und Fairness sind wahrscheinlich die wichtigsten Grundlagen unserer Zusammenarbeit. Wir wollen, dass sich hier jeder wohlfühlt und fair behandelt wird. Der menschliche Umgang steht bei uns klar vor rein wirtschaftlichen Gedanken. Wenn es allen Beteiligten gut geht, dann funktioniert am Ende auch die gemeinsame Arbeit.
Was macht die OGM-Studios aus deiner Sicht zukunftsfähig?
Ich glaube, unsere Stärke liegt stark im Netzwerkgedanken und in der Kulturwirtschaft. Unser Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, kreative Räume zu schaffen und neue Möglichkeiten entstehen zu lassen. Gerade in München merken wir, wie wichtig solche Orte geworden sind. Wir wollen ein Umfeld schaffen, das Kreativität fördert, Menschen verbindet und Kultur wieder stärkt.
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