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Schriftzug Münchner Meisterklasse XV, den Namen Joana Albuquerque und Martin Lehmer und zwei Abbildungen moderner Skulpturen

Münchner Meisterklasse XV: Kompositionen der Münchner Kunstakademie

Ab dem 21. Mai laden wir Sie herzlich zu einer neuen Ausstellung in unserer Filiale am Frauenplatz ein. Entdecken Sie gemeinsam mit uns Skulpturen von Joana Albuquerque und Martin Lehmer von der Akademie der Bildenden Künste in München, die das Thema ‚Im Raum‘ auf beeindruckende Weise neu definieren.

Unsere Kuratorin Dr. Sonja Lechner führt Sie während der Vernissage-Eröffnung um 18:00 Uhr in diese besondere Ausstellung ein, bei der Sie ein lebendiger Dialog mit den anwesenden Künstlern im Rahmen der ‚Münchner Meisterklasse‘ in unserem Stammhaus erwartet.

Seien Sie mit dabei, der Besuch lohnt sich, denn als langjährige Partnerin des Münchner Kunstareals machen wir uns stark für die Kultur in unserer Stadt. Wir sind davon überzeugt: Kunst bringt die Menschen zusammen. Für dieses Miteinander setzen wir uns ein und unterstützen Kunst und Kultur aus vollem Herzen für ein Mehr an Vielfalt und Freiheit in München.

Kunst, die verbindet     

Die Förderung kreativer Talente liegt uns bei der „Münchner Meisterklasse“ besonders am Herzen! Mit unserem Kunstforum machen wir nicht nur die Verbindung zwischen regionaler Kunst und hohem Anspruch lebendig, sondern bieten den Absolventen der Münchner Akademie der Bildenden Künste zudem eine Bühne: So präsentieren sich die jungen Kunstschaffenden in unserer Filiale am Frauenplatz einem breiten Publikum, können ihre Werke direkt vor Ort provisionsfrei verkaufen und profitieren vom gesamten Erlös ihrer Verkäufe – zu 100 Prozent und ganz ohne Abzüge.

Darüber hinaus freuen sich unsere Mitglieder über die immer neuen Inspirationen. Diese machen unser Stammhaus zu einem Ort der Begegnung: Vom beeindruckenden Werksdruck im Foyer bis zu den entsprechenden Originalen in den oberen Etagen – mit unserer Ausstellungsreihe bieten wir Ihnen ein einzigartiges Konzept, das Kunst nahbar macht. Ein echtes Erlebnis, das verbindet und zugleich begeistert.


Junge Künstler, die begeistern

Mit der Vernissage am 21. Mai eröffnen wir unsere aktuelle Ausstellung über die unterschiedliche Erscheinungsweise von Skulpturen im Raum: Ab dann können Sie die Werke von zwei jungen Künstlern in unserer Filiale am Frauenplatz – mitten im Herzen von München – bewundern. 

Joana Albuquerque

Als Hälfte eines gedachten Ganzen stehen die Eierbecher von Joana Albuquerque im Raum. Trotz der Schwere ihres Materials wirkt der Aluminiumguss leicht und fragil, als genügte ein Windhauch, um die Anordnung zu verändern. Überlebensgroß überragt eine einzige Skulptur die anderen, die sich in einer Art Dialog zueinander gruppieren. Doch es fehlt das Ei. So lenkt Joana Albuquerque den Blick der Betrachter auf die Gerätschaften, die Menschen schufen: Ihre Skulpturen sind, verzerrt in Form und Proportion, der Nutzanwendung enthoben.

Während sich Künstler und Künstlerinnen über die Jahrhunderte bis in unsere Gegenwart mit der Symbolik des Eies auseinandersetzten, bricht Joana Albuquerque mit dieser Tradition und separiert zwei gemeinhin zusammengedachte Hälften. Damit stellt sie nicht weniger als die grundlegende Frage, wie der Mensch dem Ursprung des Lebens, der Schöpfung selbst begegnet.

Martin Lehmer

Martin Lehmer präsentiert den Betrachtern in seinen Skulpturen keine Gegenstücke, deren Zusammenfügung ein Ganzes ergäbe, und doch beziehen sich seine zweigeteilten Arbeiten unmissverständlich aufeinander. „Inbetween“ heißt die Werkreihe. Dieser Titel verweist auf Platons Gedankengut, dem schwer Gestalt gegeben werden kann: der Energie und der Wirkung, die sich entfalten, wenn zwei Menschen in einen Austausch treten. Denn auch wenn die beiden Hälften jeder Skulptur nicht einem Puzzle gleich exakt in eins gefügt werden können, so handelt es sich doch um eine Fragmentierung, die bereits eine andere Formwerdung in sich trägt.

Die Teilung hat den Blick auf das Innere freigegeben. Dieses Innere ist der Kern, der die Werkaussage symbolisiert: Jede Bezugnahme auf einen Menschen lässt uns zu einer der vielen Varianten unserer selbst werden, die in uns angelegt sind. Jede einzelne Interaktion bewirkt etwas in uns, jede davon etwas anderes. Der Vielzahl von Varianten entspricht das lebendige Material, das Martin Lehmer wählt: Holz, das die künstlerische Interaktion nicht auf zwei skulptierte Hälften begrenzt, sondern auch immer den Betrachter miteinbezieht.