Peter Heinrich: “Erhalt der Institutssicherung ist von nationalem Interesse”

München, 25. Januar 2011

Die Münchner Bank warnt vor Brüssler Überlegungen, die Einlagensicherungssysteme in Europa zu vereinheitlichen und spricht sich für den Erhalt der genossenschaftlichen Institutssicherungen aus.

Die EU-Kommission will den deutschen Sparern
vertraute Sicherheit nehmen. Davor warnt Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der
Münchner Bank: “Die Brüsseler Überlegungen, die Einlagensicherungssysteme in
Europa zu vereinheitlichen, würde für die Kunden der Münchner Bank die
Begrenzung des Schutzumfangs ihres Ersparten auf maximal 100.000 Euro
bedeuten.”

Das sind die neuen Auszubildenden.

In Deutschland sind bislang mindestens 100.000 Euro pro Anleger garantiert.
Darüber hinaus gibt es freiwillige Sicherungssysteme. Über ein solches
eigenständiges und bewährtes System zum Schutz der Kundengelder verfügen auch
die Volksbanken und Raiffeisenbanken und stiften mit ihrer Institutssicherung seit
vielen Jahrzehnten Vertrauen.

“Dieses Sicherungssystem ist für die gesamte Volkswirtschaft vorteilhaft”, so Peter Heinrich. “Denn es sorgt für die Stabilität des Finanzsektors.” Der Grund: Die genossenschaftliche Institutssicherung verhindert Bankenschieflagen durch Prävention. “Laufende Risikoüberwachung und -prüfung sowie frühzeitiges Eingreifen ermöglichen es, Fehlentwicklungen bei Banken zu erkennen und zu beseitigen”, sagt der Vorstandsvorsitzende der Münchner Bank weiter.

Die Vermeidung einer Bankinsolvenz sei die effektivste, effizienteste und umfassendste Einlagensicherung. Deshalb müsse die Institutssicherung politisch geschützt werden. Peter Heinrich: “Das ist ein nationales Interesse, das die Bundesregierung in Brüssel verdeutlichen muss und die europäische Politik respektieren sollte.”

Deshalb wehrt sich Peter Heinrich gegen die Absicht der EU-Kommission, das
national bewährte System der Institutssicherung einem falsch verstandenen
europäischen Integrationsgedanken zu opfern. “Was gut ist, darf nicht
wegharmonisiert werden”, so der Vorstandsvorsitzende der Münchner Bank. ”Die Art,
wie wir bei der Münchner Bank das Geld unserer Kunden sichern, ist erhaltenswert.
Wer daran rüttelt, reduziert in Deutschland den Verbraucherschutz”.