Luxushotel statt Frauenknast – die Münchner Bank setzt sich ein

München, 21. Februar 2011

Mit 5.000 Euro für das Hotel BISS macht sich die Münchner Bank stark für benachteiligte Jugendliche ohne Ausbildung.

noch ist es eine Vision: Das Hotel BISS am Fuß des
Münchner Nockherbergs. Wird diese Vision Wirklichkeit, dann soll im ehemaligen
Frauengefängnis ein 4-Sterne-Hotel entstehen, das sozial benachteiligten Menschen
eine Arbeit und Jugendlichen ohne Ausbildung eine Zukunft gibt. Die Münchner Bank
unterstützt dieses Projekt jetzt mit einer Spende von 5.000 Euro – für die Integration
benachteiligter Jugendlicher in die Gesellschaft und die Zukunft der Region.

Der Gedanke, für eine Nacht im ehemaligen Gefängnis über 100 Euro zu zahlen, ist gewöhnungsbedürftig. Doch das Hotel BISS überzeugt: Bis zu 40 Ausbildungs- und Arbeitsplätze sollen in dem Hotel mit 72 Hotelzimmern und 11 altengerechten Wohnungen entstehen – für Jugendliche und junge Erwachsene ohne Ausbildung.

Das sind die neuen Auszubildenden.

Und nicht nur die Ausbildung, auch die 11 altengerechten Wohnungen haben ein soziales Ziel: So führt das Hotel BISS alte und junge, arme und reiche Menschen an einem Ort zusammen.

Für den Erwerb und Umbau zum 4-Sterne-Hotel fehlt dem BISS-Projekt „Bürger in sozialen Schwierigkeiten“, initiiert durch die gleichnamige Obdachlosenzeitschrift, allerdings noch der Ausschreibungszuschlag des laufenden Bieterverfahrens um das denkmalgeschützte Gebäude - und das nötige Geld.

Zweiteres möchte die Münchner Bank jetzt ändern: „Als Genossenschaftsbank steht
für uns immer der Mensch im Mittelpunkt”, so Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender
der Münchner Bank. „Soziales Engagement ist Teil unseres Selbstverständnisses,
deshalb machen wir uns für das Hotel Biss stark und unterstützen das Projekt mit
einer Spende von 5.000 Euro.”

Die Förderung von Jugendlichen liegt der Münchner Bank dabei besonders am Herzen, denn „sie sind das Potenzial der Gesellschaft und die Zukunft unserer Region”, so Peter Heinrich weiter.

Mit der Spende für das Hotel BISS übernimmt die Bank gesellschaftliche Verantwortung. Darüber hinaus möchte sie andere Unternehmen dazu animieren, sich ebenfalls für das Projekt zu engagieren.

Die BISS-Geschäftsführerin Hildegard Denninger ist optimistisch: „Unsere Vision wird Wirklichkeit werden – für unsere Mädels und jungen Kerle, die hier eine gescheite Ausbildung machen sollen. Und für die soziale Zukunft unserer Stadt.”

Und noch eine schöne Nachricht: „Das Hotel kann sich durch die erzielten
Einnahmen selbst tragen“, erklärt Hildegard Denninger weiter. „Denn sowohl die
Betriebskosten als auch die Kosten für das ausbildende Personal werden wir durch
den Erlös aus dem Hotelbetrieb finanzieren.” So sorgt das Hotel BISS für soziale
und für wirtschaftliche Erfolge – und das zur gleichen Zeit.